Prävention im Team (PiT)

PiT-Hessen

Seit dem Schuljahr 2012/13 nimmt die Heinrich-von-Bibra-Schule am Gewaltpräventionsprojekt PiT-Hessen teil. 

Es handelt sich dabei um ein Projekt des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, des Hessischen Kultusministeriums und des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit.

Das Programm ist opferzentriert und macht die Kooperation von Polizei, Jugendhilfe und Schule zur Grundlage seines Handelns. 

Das Projekt baut auf Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen auf und will mit seinem gewaltfreien Ansatz Handlungsoptionen aufzeigen, die sich an den persönlichen Möglichkeiten des Einzelnen orientiert.

PiT-Hessen trägt damit zu einem veränderten Schulklima bei. Das Programm wurde drei Jahre als Modell im Raum Frankfurt-Offenbach erfolgreich durchgeführt und wird durch die Philipps-Universität Marburg evaluiert. Seit 2007 wird es in Hessen angeboten. 

Teambildung

In der Schule wird ein Team gebildet, das aus einem Polizeibeamten, einer Mitarbeiterin der Jugendhilfe und zwei Lehrkräften besteht. Das Team kooperiert über einen längeren Zeitraum eng und systematisch miteinander. Teambildung ist bei PiT-Hessen eine zentrale Zielsetzung.

Gewalt und Gewaltpräventionsmaßnahmen als gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu begreifen, erfordert eine institutionsübergreifende Sichtweise.

Deshalb geht es bei PiT-Hessen darum, dass alle beteiligten Organisationen (Schule, Polizei, Jugendhilfe) gemeinsam Gewaltsituationen einschätzen, schulische Gewaltpräventionskonzepte planen und zusammen deren Durchführung übernehmen. Institutionsübergreifende Aufgabenerledigung steht im Mittelpunkt.

Konkret heißt das,  dass Polizeibeamte und Sozialarbeiter nicht nur für punktuelle Aktionen in die Schule kommen, sondern zusammen mit den Lehrkräften die gemeinsame Verantwortung für Inhalt, Umfang und Durchführung aller geplanten Maßnahmen zur Gewaltprävention übernehmen.

Wie sehen die Trainings aus?

Bei den Schülerinnen und Schülern stehen natürlich die Trainings im Vordergrund.

Die Schulteams führen an unserer Schule mit den 7. Klassen jeweils ein Jahr lang Trainingsmaßnahmen durch, die nicht den Täter, sondern das potentielle Opfer von Gewalttaten in den Mittelpunkt rücken.

Es geht darum, eine Gewaltsituation möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich gar nicht erst hineinziehen zu lassen. Ist das nicht zu verhindern, sind verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten angesagt.

Das Training verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Übungen. In einem eigenen Trainingsjournal werden die persönlichen Erfahrungen festgehalten.

Das Programm setzt erfolgreich auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation. Die Kinder sind hierbei die Experten, sie kennen ihren Lebensraum mit seinen guten und schlechten Orten. Damit kommt den Kindern eine völlig neue Rolle zu. Erfahren statt Belehren wird eine zentrale Maxime pädagogischen Handelns.  

Weitere Infos finden Sie unter www.pit-hessen.de

Schauen Sie sich außerdem unseren selbsterstellten Imagefilm zu PiT an, der im Juni 2019 im Rahmen der Projektwoche erstellt wurde.