Jugendförderung

Heutzutage wachsen Kinder und Jugendliche in einem gesellschaftlichen Strukturwandel auf. Häufig fehlen für viele Heranwachsende verlässliche Bezugspersonen, wie Elternteile, Geschwister, Verwandte oder Nachbarn.

Biografien und Lebensverläufe sind brüchig geworden. Phasen, in denen Menschen arbeiten, wechseln immer häufiger mit Phasen der Arbeitslosigkeit. Prekäre Arbeitsverhältnisse erlauben es nicht, mit einem Job eine Familie zu ernähren. Kinder aus Familien mit mehr als zwei Kindern haben ein erhöhtes Armutsrisiko.

Kinder mit Migrationshintergrund erleben häufig eine Ausgrenzung und bekommen keine Chance, aus eigener Kraft einen Aufstieg im Bildungswesen zu schaffen. Die Erziehungsstile von Eltern in einer multikulturellen Gesellschaft sind  nicht mehr homogen und geprägt von deutlichen Unterschieden in Bezug auf Geschlecht, Hierarchie und dem Verständnis von Konfliktlösungen. 

Dieser gesellschaftliche Wandel führt dazu, dass Schule vermehrt Ort erzieherischen Handelns ist, was oftmals eine zusätzliche Anforderung für das pädagogische Personal bedeutet. Insofern sind wir sehr froh, dass wir im Januar 2012 eine Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Fulda schließen konnten und mit Frau Anni Bindewald eine kompetente Sozialpädagogin an unsere Seite gestellt bekamen, die uns in vielen Fragen unterstützt und berät. Frau Bindewald ist 15 Stunden in der Woche an unserer Schule präsent.   

Zu den Schwerpunkten von Frau Bindewalds Arbeit gehören:

  • die Entwicklungen junger Menschen an einem zentralen Ort positiv mitzugestalten
  • Beiträge zur schrittweisen Verbesserung des Schulklimas zu leisten
  • die Selbstwahrnehmung junger Menschen und oftmals auch hierüber ihre Sozialkompetenz zu fördern
  • Schule dabei zu unterstützen, eine gelingende Bildungskarriere trotz vorhandener Benachteiligungen zu  fördern und damit die Voraussetzungen für Selbstständigkeit und Teilhabe zu schaffen
  • die soziale Weiterentwicklung des Systems Schule („Schulgemeinde“) zu unterstützen
  • niedrigschwellige Hilfen für einzelne junge Menschen und ihre Eltern anzubieten und gegebenenfalls das weitere Hilfssystem effektiv zu nutzen.

Der größte Anteil von Frau Bindewalds Aktivitäten liegt im präventiven Bereich, in einer engen Kooperation mit den Lehrkräften und der Durchführung von gemeinsamen Projekten, wie z.B. der Begleitung von Klassenverbänden, aktive Pausenangebote und gemeinsame Gestaltung von Unterrichtsprojekten.

Bei den gruppenbezogenen Angeboten kommen vor allem folgende Methoden und Schwerpunkte zum Tragen:

  • Gruppendynamische Übungen
  • Konflikttraining und Streitschlichtung
  • Teamtrainingsangebote
  • Genderbezogene Arbeit
  • Einführung von Strukturen zur Stärkung des demokratischen Handelns
  • Erlebnispädagogik

Des Weiteren gehört Frau Bindewald zum PiT-Team unserer Schule und gestaltet das Gewaltpräventionsprogramm maßgeblich mit.

Ansprechpartnerin: Anni Bindewald Zu finden im Gelben Raum in der Schule.