Elternbrief des Kultusministers zum Start in das Schuljahr 2023/2024

Sehr geehrte Eltern, liebe Schulgemeinde,

hinter Ihnen liegen hoffentlich schöne Sommerferientage, in denen Sie sich mit Ihrer Familie erholen und Kraft schöpfen konnten. Nun beginnt ein neues Schuljahr, auf das wir uns sehr freuen. Für 60.900 Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Damit unsere Kinder und Jugendlichen den bestmöglichen Unterricht erhalten, haben wir weiter in unsere Schulen investiert. In den vergangenen Jahren haben wir uns darauf konzentriert, die Qualität der Bildung in den Fokus zu nehmen und einen stabilen und verlässlichen Rahmen für die Arbeit an den Schulen zu setzen. Diesen Weg werden wir im neuen Schuljahr weitergehen.

Auf mehr als fünf Milliarden Euro steigt der Bildungsetat im Jahr 2024. Das ist ein neuer Höchststand. Noch nie zuvor hat das Land Hessen so viel finanzielle Mittel für Bildung bereitgestellt. Das ist gut investiertes Geld. Wir bauen das Ganztagsangebot weiter aus. Zudem gibt es dank 3.300 neuer Lehrerstellen in diesem Schuljahr insgesamt so viele Lehrkräfte wie noch nie. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist die Zahl der Stellen um rund 8.500 angewachsen. Damit weist die Relation zwischen den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern einen Spitzenwert aus. Hessen steht im Vergleich mit anderen Ländern sehr gut da. Der demografische Wandel, den alle Branchen spüren, macht auch vor den Schulen nicht halt. Deshalb wird es auch für die Schulen immer schwieriger, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Mit ganz konkreten Maßnahmen kümmern wir uns intensiv darum, dass alle Stellen besetzt werden können – durch höhere Studienplatzkapazitäten, Quereinstiegsprogramme, Werbekampagnen schon unter heutigen Schülerinnen und Schülern für den Beruf als Lehrkraft und vieles mehr. Die Lehrkräfte und Sie in Ihren Familien können selbst viel dazu beitragen, dass der Berufsstand der Lehrerinnen und Lehrer ein hohes Ansehen genießt und junge Menschen sich gerne und mit Stolz für diesen Berufsweg entscheiden. Gerade die Pandemie hat eindrücklich gelehrt, was fehlt und verlorengeht, wenn die Schule nicht in Präsenz stattfinden kann. Das unterstreicht die Leistung, die unsere Lehrkräfte tagtäglich erbringen.

Wir treiben die Digitalisierung und Innovation im Unterricht voran und stärken von Anfang an die grundlegenden Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Dies ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg. Die Vielfalt der Schulformen stellt sicher, dass jedes Kind nach seinen individuellen Begabungen und Talenten bestmöglich gefördert und gefordert wird. Gezielte Unterstützung, aber auch Fleiß, Anstrengungsbereitschaft und Leistung gehören zusammen.

Hessen ist eines der Länder mit dem höchsten Migrationsanteil. Auch deshalb kommt der Deutschförderung eine herausragende Bedeutung zu. Als Vorreiter für die Integration von Kindern, die eine andere als die deutsche Muttersprache sprechen, haben wir Strukturen geschaffen, die anderen Ländern als Vorbild dienen. Zum Beispiel erhalten schon vor der Einschulung Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse bei uns eine verpflichtende Deutschförderung. Das stärkt die Bildungsgerechtigkeit.

Liebe Eltern, wir werden uns wie bisher unermüdlich für Ihre Kinder und eine gute Bildung einsetzen. Noch ausführlicher und über viele weitere Themen möchte ich Sie in diesem Elternbrief informieren.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern einen guten Start ins neue Schuljahr!

Herzliche Grüße

Ihr
Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Hessischer Kultusminister

Vernisage der Klassen 9b und 5c

Unter dem Motto „Neue Wege gehen“ fand am 18.07.2023 eine Vernissage im Mediana statt.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b fertigten im Rahmen ihres wöchentlich stattfindenden Projekttages Kunstwerke auf Grundlage Salvador Dalìs „Madonna von Port Lligat“ an und präsentierten diese heute in einem Rundgang im Garten des Mediana Wohnstift.
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Mediana formulierten zu den Bildern passende Titel, unter denen sich die Schülerinnen und Schüler den passendsten aussuchen konnten.
Die Klasse 5c, die ebenfalls wöchentlich einen Projekttag als Pilotklasse durchführt, stellte ein leckeres Buffet zusammen unter dem Titel ihres Projekts „Die Welt und Europa deckt den Tisch“.  
Herzlichen Dank an das Mediana Wohnstift, insbesondere an Herrn Trousil, Herrn Schrödter und Frau Vey.

Reit – AG im Schulsport

Die Heinrich-von-Bibra-Schule sitzt fest im Sattel

Als einzige Realschule des Landkreises ist die Heinrich-von-Bibra-Schule auf’s Pferd gekommen. Insgesamt 10 Schülerinnen und Schüler starteten im zweiten Halbjahr 2022/23 mit ihren Lehrerinnen Sabine Möller und Rebecca Herrlich das Pilotprojekt „Reiten im Schulsport“ als AG am Nachmittag.

In Kooperation mit dem Reitstall Erb, unter Leitung von Mirijam Erb, konnte die AG nach langer Planung endlich starten.

Das Pferd als vierbeiniger Lehrer erfüllt in vielseitiger Weise seinen Zweck. Die Kinder lernen im Umgang mit dem Tier, Verantwortung zu übernehmen, lernen einiges darüber wie ein Pferd zu versorgen ist und was es alles zu beachten gilt, wenn man ein solches Tier betreut. Während der AG müssen sowohl die Ställe der beiden Schulpferde Mara und Johnny ausgemistet werden als auch die beiden Pferde geputzt, gesattelt und am Ende gefüttert werden. Ein besonderes Highlight ist das Hufe auskratzen, schließlich erfordert es schon eine ganze Menge Mut, Kraft und Ausdauer das Bein eines Pferdes anzuheben.

Beim Reiten in der Bahn standen zunächst das Vertrauen und Gewöhnen an die Bewegung und der Umgang mit der Höhe des Pferdes im Vordergrund. Während der ersten Stunden ging es hauptsächlich um das Getragen werden und das Einfühlen in die neue Bewegungsart. Während eine Gruppe an der Longe arbeitet, führen die anderen Kinder sich gegenseitig und versuchen mit dem Pferd gemeinsam eine bestimmte Strecke zu absolvieren. Auch das will gelernt sein, denn so einfach ist auch das richtige Führen eines Pferdes nicht. Hier musste viel an Körpersprache, Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen gearbeitet werden.

Neben dem Reiten, der Pflege und allen anderen spannenden Eindrücken auf dem Reithof, wird zwischendurch auch Theorie gelernt, schließlich kann am Ende der AG das 10er Abzeichen gemacht werden. Theorie findet immer praktisch statt. Trensen werden auseinander und wieder zusammen gebaut, Sicherheitsknoten an alle auffindbaren Ringe geknotet, Hufschlagfiguren werden abgelaufen und geritten und alle Putzsachen werden genauestens unterschieden und benannt. „So geht das Lernen ganz leicht“, sind sich alle einig.

Großgeschrieben werden auch die Verhaltensregeln auf dem Hof und am Pferd, damit nichts passiert und auch alle andern Reiter und Besucher sich nicht gestört fühlen. Alle halten sich an die Regeln und sind somit gern gesehene Gäste auf der Anlage.

Während der ersten Zeit war das Wetter noch sehr durchwachsen. Man musste sich warm anziehen und dem Wetter standhalten. Nach den Osterferien wurde es dann zum ersten Mal richtig warm. Somit beschlossen wir, einen geführten Ausritt rund um Almendorf herum zu machen. Die Kinder und die Ponys genossen die Sonnenstrahlen in vollen Zügen. „Das ganze Wochenende könnten sie so weiter reiten, bis zur Milseburg müsste man mal reiten,…“, sagten sie. Alle waren restlos begeistert.

Mehr und mehr kommen wir zum eigenständigen Reiten. Einige trauen sich sogar schon selbstständig zu traben.

„Die Zeit auf dem Hof vergeht jeden Freitag viel zu schnell“, sagen die Kinder. Im nächsten Jahr wollen sie unbedingt wieder mitmachen. Einige nehmen mittlerweile sogar weitere Reitstunden im privaten Bereich. 

Ein weiteres Highlight war unser Badetag im Fluss. Es war so heiß, dass wir alle dringend eine Abkühlung brauchten. 

Gemeinsamer Aufbruch zum Fluss „Haune“ in der Nähe von Almendorf.

Erfrischt und gut gelaunt ging’s zurück zum Hof.

Anfang Juli neigte sich unsere AG so langsam dem Ende und die Aufregung wegen der bevorstehenden Abzeichen Prüfung stieg. Wir wiederholten noch einmal alles ganz genau, übten das Versorgen des Pferdes solange, bis alle nochmal alles wiederholt hatten und festigen konnten.

Schließlich war es soweit. Am 12.07.2023 war unser Prüfungstag. Unsere Prüferin Elaine Wedekind-Göbel vom RSV Fuldawiesen e.V. prüfte die Kinder für das 10er Reitabzeichen. Die Schüler mussten Fragen zur Pferdepflege, zu den Ausrüstungsgegenständen und dem Umgang mit dem Pferd beantworten, bevor sie im Schritt eigenständig und im Trab geführt, ihre reiterlichen Fähigkeiten demonstrieren durften. Am Ende hatten alle bestanden und wir beschlossen unsere AG mit einem leckeren Eis und ausgiebigen Schmuseeinheiten mit Mara und Jonny. Insgesamt von allen als gelungenes Projekt bewertet.

Bericht und Fotos: Sabine Möller

Video: Reit-AG

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